Nach Feststellen der Schwangerschaft erzählte ich meinem Gyn vom Vorkommen des FaktorV-Leiden-Syndroms (achtfach erhöhtes Thromboserisiko) in meiner Familie. Darauf überwies er mich zum einzigen Hämostaseologen der Gegend. Natürlich ist dieser kein Kassenarzt. Versteht sich von selbst. *ironieoff* Aber da ich überwiesen wurde, wird das Erstgespräch und die Blutuntersuchung gnädigerweise von der Kasse übernommen.
Schon bei bei meinem ersten Anruf in dieser Praxis bezüglich des Termins fühlte ich mich nicht wohl. Ich wurde quasi zum nächstmöglichen Termin gedrängt wegen Risiko Fehlgeburt etc. Mir wurde da richtig Panik gemacht.
Da die Praxis recht weit entfernt von meinem Arbeitsort liegt, wollte ich wissen, wann man denn im Büro wieder mit mir rechnen könnte. Darüber wollte man keine Auskunft geben. Ich wurde mit Sätzen wie "ein bisschen Zeit müssen Sie schon mitbringen" und "wie Sie das mit Ihrem Arbeitgeber regeln müssen Sie schon selbst wissen!" abgespeist. Aber aufgrund der vermeindlichen Dringlichkeit stimmte ich einem Termin um halb neun morgens (normalerweise arbeite ich ab sieben!) zu.
Um halb elf saß ich an besagtem Tag immernoch im "Wartezimmer" (abgetrennt mit einer Trennwand vom Empfang - hallo Datenschutz?!) und wartete auf mein Gespräch beim Arzt. An diesem Morgen saßen dort nur schwangere Frauen und es gab nicht einmal Wasser! Nebenbei: Es war Anfang September und da war´s noch einige Tage recht warm...
Zwischendurch bekam ich dann durch die hölzerne Trennwand mit, dass die Termine zur Blutabnahme in fünfminütigem Rhythmus abgemacht wurden. Da dachte ich mir schon: "Holla, da dürfen aber nicht allzu viele Schwachmaten wie ich dazwischenkommen, die danach in jedem Fall noch ein paar Minuten liegenbleiben müssen...!"
Irgendwann nach elf kam ich dann endlich (nach fünfminütigem Arztgespräch!) zur Blutentnahme. Ich wurde garnicht gefragt, ob ich sitzen oder liegen will und musste selbst drum bitten, mich aufgrund meines instabilen Kreislaufs hinlegen zu dürfen. Immerhin wurden nicht nur ein oder zwei Röhrchen abgenommen, sondern mindestens sechs.
Das ganze Prozedere ging recht grob vonstatten. Beschwerden währenddessen bzgl. Schmerz wurden abgetan. Hinterher hatte ich fast zwei Wochen Probleme mit diesem Arm, aber naja... ich stell mich halt immer so an...
Jedenfalls wartete ich jetzt seit Anfang September auf den ach-so-dringenden Befund. Mehrmals wurde ich am Telefon vertröstet, bis mir am Montag gesagt wurde, man wisse überhaupt nicht, wie´s weitergeht, weil der Arzt krank sei.
Ein Anruf bei meinem Gyn ergab dann, dass das Ergebnis in den letzten Tagen aber doch dort eingetrudelt sein muss. Nächsten Mittwoch soll ich dann den Befund bekommen.
Ich bin langsam echt gefrustet über die Einstellung mancher Ärzte und unser Gesundheitssystem! Ich überlege grad, ob ich mich bezüglich der ganzen Sache einfach mal mit einer Beschwerde an die Ärztekammer wende. Sauladen!
fundstück.
vor 1 Tag
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen