Montag, 18. Oktober 2010

Die Enstehung "unserer neuen Welt"

Am 15. August begann ich zum ersten Mal nachzurechnen: Da war doch mal noch was... *grübel*
Am 16. kaufte ich mir dann nach der Arbeit einen Test. Oh mein Gott, war das spannend! Ich konnte mir das alles so garnicht vorstellen und traute mich kaum auf´s K.lo! Und dann das Ergebnis: SCHWANGER! Bingo! Im ersten Moment war ich panisch, glücklich, nachdenklich, alles gleichzeitig. Ich konnte eigentlich garkeinen klaren Gedanken fassen.
Nun hatten wir schon so lange drüber gesprochen, dass wir zumindest mal ein Kind wollten, aber solange man nur drüber redet und da keins in Dir wächst, ist das doch alles sooo weit weg!

Und jetzt war´s soweit.
Erstmal den Lieblingslöwen im Büro angerufen. Der wusste auch zuerst nicht, was er sagen soll. Auch er wirkte ein bisschen panisch, weil sich doch jetzt so vieles ändern würde, aber andererseits war er auch wieder unheimlich stolz und glücklich, dass es endlich geklappt hat.
Ich vereinbarte sofort einen Termin bei meinem Gyn, der die SS bestätigte mit voraussichtlichem GT 18.04.2011. Damit war ich also gerade mal in der 6.SSW. (Nach einigem Rückrechnen war damit auch schonmal amtlich, dass wir ein "Urlaubsbaby" bekommen würden ;-) )

Am folgenden Wochenende waren wir irgendwo eingeladen, wo wir auf eine hochschwangere Bekannte trafen. Ich unterhielt mich logischerweise viel und lange mit ihr, war mir aber im Nachhinein garnicht gut getan hat. Das Paar war an sich in allem übervorsichtig (dies darf man nicht und das soll man nicht und das ist gefährlich und abgeraten wird außerdem von... *blablabla*)
Den Tag drauf war ich so verunsichert und verwirrt, dass ich fast ausschließlich geheult habe und zu garnix in der Lage war. (Huhu, Hormone - hört Ihr mich?!)
Aber nach einigen Erkundigungen später (Internet sei Dank) in den Tagen darauf, nachdem ich wieder einen klaren Gedanken fassen konnte, hatte mich mein alter Pragmatismus wieder. (Der Lieblingslöwe dagegen ist ja auch eher der vorsichtige Typ...)

Allerdings holte mich dann auch bald Sodbrennen ein, was mich bis heute fast täglich begleitet. Von dem üblen Spannen in der B.rust wollen wir jetzt mal garnicht reden - ohne Schal, der bei Bedarf die W*rzen verdeckt, gehe ich heute noch nicht aus dem Haus!
Anfangs half gegen das Sodbrennen noch Basenpulver, heute lindert es wenigstens. Alle anderen Hilfsmittelchen (Milch, Mango, Senf etc.) sind wie Russisch Roulette: Mal hilft es, mal bewirkt es das Gegenteil. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe: Mal geht das eine, mal das andere. Grundsätzlich mörderisch ist aber immer: Fruchtsaft, Schokolade und fettes Essen.

Die letzten Wochen verliefen einigermaßen normal. Mittlerweile ist auch der Chef und der direkte Vorgesetzte eingeweiht. Und die Lieblingskollegen natürlich. Der Rest wird´s irgendwann von selber merken. Alle Untersuchungen liefen Gott sei Dank problemlos, auch das Erstsemesterscreening lieferte Wahrscheinlichkeitswerte deutlich jenseits der 1:10.000.

Morgen werde ich die 15. SSW erreichen und bis auf die beschriebenen Begleiterscheinungen ist unser Leben noch nahezu beim Alten geblieben. Man denkt aber immer öfter darüber nach, was sich alles wohin verändern wird. Herrje...

Achja... dauermüde bin ich derzeit auch und da ich fast 40 km pro Weg jeden Tag zurückzulegen habe, denke ich gerade über eine Arbeitszeitverkürzung nach. Individuelles beschränktes Beschäftigungsverbot oder so. Wir werden sehen...
Hat irgendwer Erfahrungen damit?

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